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Preisverfall-Tracker: Bester Zeitpunkt für Spielekäufe

70 Euro für einen AAA-Titel hinblättern und drei Monate später siehst du das gleiche Game für die Hälfte im Sale – das tut weh. Richtig weh. Aber genau das passiert ständig, wenn du den Spielemarkt nicht im Blick hast. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tools und etwas Geduld sparst du locker hunderte Euro im Jahr, ohne auf irgendwas verzichten zu müssen. Dieser Guide zeigt dir, wie der Preisverfall bei Games funktioniert, welche Tracker du nutzen solltest und wann du am besten zuschlagst.

Wie schnell fallen Spielepreise nach Release?

Der typische Preisverlauf eines AAA-Titels folgt einem ziemlich vorhersehbaren Muster. In den ersten zwei bis vier Wochen nach Release passiert meist wenig – der Vollpreis von 69,99 oder 79,99 Euro hält sich stabil. Dann kommt der erste Knick: Bereits nach sechs bis acht Wochen tauchen erste Deals bei Keysellern oder im Retail auf, die den Preis um 20 bis 30 Prozent drücken. Nach drei Monaten liegt der Straßenpreis vieler Blockbuster schon bei 40 bis 50 Euro. Nach sechs Monaten? Oft unter 30 Euro. Und nach zwölf Monaten bekommst du viele Titel für 15 bis 20 Euro – teilweise sogar als Complete Edition mit allen DLCs inklusive.

Bei Indie-Games sieht die Sache anders aus. Viele Indies starten bereits bei 15 bis 30 Euro, was den absoluten Preisverfall natürlich begrenzt. Dafür landen sie schneller in Bundles oder werden bei Sales prozentual stärker reduziert. Ein Indie für 25 Euro bekommst du im ersten großen Steam Sale oft schon für 12 bis 15 Euro. Manche Titel landen sogar im Game Pass oder bei PS Plus, bevor du überhaupt zum Kauf kommst. Der große Unterschied: Während AAA-Titel einen planbaren Preisverfall haben, sind Indies unberechenbarer – manche halten ihren Preis über Jahre, andere crashen innerhalb von Wochen.

Die besten Preisverfall-Tracker im Vergleich

Wenn du ernsthaft Geld sparen willst, brauchst du einen Preisverfall-Tracker. Der absolute MVP in diesem Bereich ist IsThereAnyDeal (ITAD). Die Seite trackt Preise über dutzende digitale Stores hinweg – Steam, GOG, Humble Bundle, Epic Games Store, Green Man Gaming und viele mehr. Du siehst den kompletten Preisverlauf eines Spiels als Graph, erkennst sofort den historischen Tiefstpreis und kannst dir Alerts setzen, die dich benachrichtigen, sobald ein Spiel deinen Wunschpreis erreicht. Besonders stark: Du kannst deine Steam-Wunschliste direkt importieren und ITAD überwacht automatisch alle Titel darauf.

Für Nintendo-Switch-Spieler ist Deku Deals das Nonplusultra. Die Seite trackt Preise im Nintendo eShop, zeigt physische Angebote und hat sogar einen DLC-Tracker. Gerade bei Nintendo, wo Preissenkungen selten und kostbar sind, ist dieses Tool Gold wert. PSprices übernimmt die gleiche Rolle für das PlayStation-Ökosystem und deckt verschiedene regionale PS Stores ab – inklusive historischer Preisdaten und Benachrichtigungen.

Das Setup ist simpel: Erstelle dir bei deinem bevorzugten Tracker ein Konto, importiere deine Wunschliste oder füge Spiele manuell hinzu, setze deinen Wunschpreis – und warte. Du bekommst eine Mail, sobald der Deal da ist. Zero Effort, maximale Ersparnis.

Die goldenen Zeitfenster für Schnäppchen

Es gibt einen inoffiziellen Sale-Kalender, den jeder Schnäppchenjäger kennen sollte. Der Steam Summer Sale (Ende Juni) und der Steam Winter Sale (Ende Dezember) sind die beiden größten Events auf dem PC. Dazwischen gibt es den Steam Autumn Sale, den Spring Sale und diverse Publisher-Sales. Black Friday Ende November ist plattformübergreifend der absolute Mega-Deal-Zeitraum – hier fallen Preise auf allen Plattformen gleichzeitig. PlayStation-Spieler sollten die Days of Play im Juni und die regelmäßigen „Deals of the Week“ im PS Store im Blick haben. Xbox-Gamer profitieren von den Deals with Gold und den großen saisonalen Sales.

Der Sweet Spot für die meisten Käufe liegt bei drei bis sechs Monaten nach Release. Warum genau dieser Zeitraum? Erstens ist der initiale Hype abgeflaut, und Publisher wollen die zweite Kaufwelle anstoßen. Zweitens fallen viele Releases in diesen Zeitraum mit einem der großen Sales zusammen. Drittens sind bis dahin die meisten Launch-Bugs gepatcht, Performance-Updates eingespielt und oft sogar der erste DLC draußen. Du bekommst also ein besseres Spiel für weniger Geld – ein absoluter Win-Win.

Publisher-Strategien durchschauen

Nicht jeder Publisher spielt das gleiche Preisspiel. Nintendo ist berüchtigt dafür, Preise so gut wie nie zu senken. Zelda: Tears of the Kingdom? Auch weit über ein Jahr nach Release noch bei 59,99 Euro im eShop. Nintendo-Titel verlieren kaum an Wert, was physische Gebrauchtkopien übrigens auch zu einer soliden Wertanlage macht. Wenn du bei Nintendo sparen willst, brauchst du Geduld und musst die seltenen eShop-Sales abpassen, die maximal 30 bis 33 Prozent bringen.

Am anderen Ende des Spektrums stehen EA und Ubisoft. EA-Titel wie die jährlichen Sportspiele crashen im Preis wie nichts anderes – FC 25 oder Madden bekommst du sechs Monate nach Release oft für unter 20 Euro. Ubisoft ist ähnlich aggressiv: Assassin’s Creed-Titel landen regelmäßig wenige Monate nach Launch in massiven Sales. Sony hat sich in den letzten Jahren einen Mittelweg angewöhnt – PlayStation-Exclusives halten ihren Preis etwa drei bis vier Monate, bevor die ersten nennenswerten Rabatte kommen. Square Enix und Bandai Namco sind ebenfalls für schnelle Preisverfälle bekannt, besonders bei Titeln, die die Verkaufserwartungen nicht erfüllen.

Physisch vs. Digital: Wo lohnt sich das Warten mehr?

Der physische Markt hat einen riesigen Vorteil, den digitale Stores nicht bieten können: den Gebrauchtmarkt. Plattformen wie eBay Kleinanzeigen, Vinted oder der lokale GameStop bieten Spiele oft deutlich unter dem digitalen Preis an. Besonders bei Konsolentiteln lohnt sich das – ein Spiel physisch kaufen, durchspielen und für 70 Prozent des Kaufpreises wieder verkaufen ist im Grunde wie ein Leihservice. Retail-Angebote bei MediaMarkt, Saturn oder Amazon unterbieten den digitalen Preis regelmäßig, vor allem bei Vorbestellungen und in Aktionswochen.

Digital hat dafür andere Trümpfe. Regionale Preisunterschiede in den Stores können clever genutzt werden – der türkische oder argentinische PlayStation Store bot lange Zeit deutlich günstigere Preise, auch wenn Sony hier inzwischen stärker reguliert. Auf dem PC sind legale Keyshops wie Humble Bundle, Fanatical oder Green Man Gaming oft günstiger als Steam direkt. Und Abo-Services wie der Game Pass, PS Plus Extra oder EA Play bieten quasi einen „Gratiszugang“ zu hunderten Spielen, wenn du ohnehin viel zockst.

Sofort kaufen oder warten? Eine Entscheidungshilfe

Die große Frage bleibt: Day One oder warten? Bei Multiplayer-Titeln kann Warten riskant sein. Ein Online-Shooter wie ein neues Battlefield oder ein Nischen-Multiplayer-Game hat die aktivste Community in den ersten Wochen. Wartest du zu lange, spielst du gegen eine Hardcore-Playerbase oder findest schlimmstenfalls keine Matches mehr. Hier kann der Vollpreiskauf tatsächlich Sinn ergeben – vorausgesetzt, du weißt, dass du das Spiel intensiv spielen wirst.

Bei Singleplayer-Games gibt es dagegen fast keinen Grund, am Day One zum Vollpreis zuzuschlagen. Das Spiel wird nicht schlechter, wenn du drei Monate wartest. Im Gegenteil: Es wird besser durch Patches und günstiger durch Sales. Die einzige Ausnahme: Du willst spoilerfrei bleiben und das Game ist ein kulturelles Event, über das alle reden – ein Elden Ring, ein GTA VI.

Deine persönliche Checkliste für den Vollpreiskauf sieht so aus: Du hast sofort Zeit, das Spiel zu spielen. Es ist ein Multiplayer-Titel mit zeitkritischer Community. Du willst Spoiler vermeiden. Oder du willst ein kleines Indie-Studio direkt unterstützen. Trifft nichts davon zu? Dann ab auf die Wunschliste, Preisalert setzen und warten. Dein Wallet wird es dir danken.

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